Ein- oder zweijährige Vorbereitungslehrgänge auf Meisterkurse (Industriemeister / Logistikmeister)

Industriemeister „4.0“ – von der Fachkraft zur Führungskraft   (Schwerpunkte Metall, Elektrotechnik, Mechatronik sowie der Logistikmeister)

Heute werden andere Anforderungen an den Industriemeister und den Logistikmeister gestellt als noch vor 20 Jahren – Industrie und Wirtschaft verändern sich zunehmend schneller, zunehmender Wettbewerb führt zu Konzentrationsprozessen auf den Märkten und zieht Komplexität und Dynamik nach sich. Da gilt es Schritt zu halten, das geht aber nicht von allein.

Weder ein Industrie- noch ein Logistikmeister von heute muss (oder kann) für jedes Problem immer eine Lösung parat haben und einsam seine Entscheidungen treffen. Vielmehr gilt es in diesem Entscheidungsprozess das Know-How der eigenen Mitarbeiter mit einzubeziehen. Viele Köpfe denken einfach „bunter“ als einer – und die Welt ist nun mal nicht schwarz-weiß. Deshalb gewinnen Schlüsselqualifikationen, insbesondere bei Führungskräften, immer stärker an Bedeutung.

Industriemeister sind heute in vielen Unternehmen eher „operative Manager“. Sie tragen mit ihrem Team zur Optimierung von Abläufen und Lösung von Problemen bei. Sie steuern die Abläufe in industriellen Bereichen wirtschaftlich und gewährleisten dadurch die Produktivität des Unternehmens. Zudem stellen sie die Personaleinsatzplanung sicher und ermöglichen damit einen reibungslosen Produktionsablauf. Damit sorgen sie vorausschauend für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter, damit man auch für zukünftige Herausforderungen gewappnet ist. Das Aufgabengebiet ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Wollen Sie sich dieser Herausforderung stellen?

Durch diese staatlich anerkannte Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister erwerben Sie in nur 2 Jahren (Regellaufzeit mit 2 Tagen berufsbegleitenden Unterricht pro Woche) mit Bestehen der Abschlussprüfung zusätzlich die allgemeine Hochschulreife. Der Industriemeister-Abschluss ist europaweit anerkannt (“Bachelor-Niveau” / DQR-Stufe 6). Durch die staatliche Anerkennung können die Kosten dieser Weiterbildung bis zu 100 % durch das sogenannte “Meister-BAföG” (AFBG) gefördert werden (vom Alter, Einkommen und Vermögen unabhängig). Die Förderung ist gerade noch auf einem Höchststand (staatliche Zuschüsse) – wer weiß, wie lange das noch so bleibt. Zudem kann eine sog. Meisterprämie nach erfolgreichem Bestehen bei der NBank beantragt werden. Die Voraussetzungen waren noch nie besser: Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung beträgt der Eigenanteil z. Z. nur ein paar hundert Euro. Wer hier noch schneller fertig sein möchte kann diese Weiterbildung auch in nur einem Jahr bei uns absolvieren (an 4 Tagen Unterrichtsteilnahme pro Woche).

Zum Industrie- / und Logistikmeister finden regelmäßig im Jahr mehrere Informationsveranstaltungen bei Compass-Bildung statt. Die aktuellen Termine dazu werden unter “Termine” auf dieser Homepage, über Facebook unter “Compass-Bildung” und auf Google “Compass-Bildung Emden” angekündigt.

Inhalte und Ablauf der Weiterbildung

Die Weiterbildung erfolgt in 3 Schritten (Bsp. Industriemeister Metall):

  1. Das erfolgreiche Ablegen der Ausbilder-Eignungsprüfung (AEVO)
  2. Die erfolgreiche Teilnahme am Teil A des Meisterkurses (Basisqualifikation)
  3. Die erfolgreiche Teilnahme am Teil B des Meisterkurses (Handlungsspezifische Qualifikation)


AdA-Kurse werden mehrfach im Jahr als einwöchige Vollzeitkurse (Bildungsurlaub) angeboten. Diese sollten vor Beginn des Meisterkurses absolviert werden. Meisterkurse beginnen jeweils im Herbst (in der Regel Anfang Oktober) und bereiten gezielt auf die Prüfung im November des darauffolgenden Jahres vor (Teil A) = 1. Jahr.

Die folgenden 5 Inhalte der Basisqualifikation sind durch Klausuren nachzuweisen:

1. Zusammenarbeit im Betrieb (ZIB)
2. Betriebswirtschaftliches Handeln (BWH)
3. Naturwissenschaftliche und technische Gesetzmäßigkeiten (NTG)
4. Methoden der Information, Kommunikation und Planung (MIKP)
5. Rechtsbewusstes Handeln (RBH)

Danach folgen im Teil B nachfolgende handlungsspezifische Qualifikationen, die ein Jahr später durch 2 schriftliche Prüfungen und eine mündliche Prüfung (= situationsbezogenes Fachgespräch) vor der IHK nachzuweisen sind = 2. Jahr:

I. Handlungsbereich Technik (Betriebs-/Fertigungs-/Montagetechnik – am Beispiel des Industriemeisters Metall) ca. 40 %
II. Handlungsbereich Organisation (Betr. Kostenwesen/Planungssysteme/Arbeitsschutz) ca. 30 %
III. Handlungsbereich Führung und Personal (Personalführung/-entwicklung/Qualitätsmanagement) ca. 30 %

Der Unterricht erfolgt an 2 Tagen in der Woche schichtbegleitend, d. h. vor- und nachmittags jeweils in 4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, die inhaltlich identisch sind. Auf diese Weise können auch Teilnehmer im Schichtdienst optimal am Unterricht teilnehmen. Ein fundiertes Unterrichtskonzept vermittelt praxisnah die Inhalte, angereichert mit vielen Übungen, Wiederholungen und einem speziellen Klausurvorbereitungstraining werden die Teilnehmer bei Compass-Bildung optimal auf die Prüfungen vorbereitet.

Zulassungsvoraussetzungen (am Beispiel Industriemeister Metall) bis zur Abschlussprüfung nach zweijährigem schichtbegleitendem Lehrgang:
Erfolgreiche Ausbildung im Metallbereich und 2-jährige Berufspraxis im Metallbereich (diese kann während der Lehrgangsdauer erworben werden)
oder erfolgreiche Ausbildung (nicht im Metallbereich) und mindestens 4-jährige Berufspraxis im Metallbereich (davon 2 Jahre während des Lehrgangs)
oder komplett ohne Ausbildung, dafür aber 8-jährige Berufspraxis im Metallbereich bis zur Abschlussprüfung (davon 2 Jahre während des Lehrgangs).

Bei weiteren Fragen kommen Sie gerne auf uns zu. Individuelle Beratungstermine können wir jederzeit vereinbaren.